Das erste Buch

Kinder schreiben und malen für Kinder, das ist die Grundidee unseres Vereins Das erste Buch e.V., den wir vor mehr ungefähr zehn Jahren gegründet haben. Wir sind eine Gruppe von acht Bremern, eigentlich sehr heterogen, weil jeder einen ganz eigenen Hintergrund hat – aber homogen, weil es acht Männer sind.

In Bremen fing alles an, aber inzwischen gibt es jedes Jahr ein eigenes Erstes Buch auch in Bremerhaven, Oldenburg, in Essen, Osnabrück, Gütersloh und im Landkreis Leer. Kinder der dritten Klasse schreiben Geschichten zu einem Buchstaben des Alphabets und malen Bilder zu ihren Geschichten. Dann  wählen wir die schönsten Geschichten aus, machen daraus ein Buch und verschenken dieses Buch an alle Erstklässler der jeweiligen Stadt.

Jedes Kind, das eingeschult wird, bekommt also ein Buch geschenkt, wenn man so will, von den Autoren, ihren Paten, die dann schon zu den „alten Hasen“ in der vierten Klasse gehören!

In den vergangenen zehn Jahren haben wir so über 200.000 Bücher verschenkt und hoffentlich das Lesen, Vorlesen, Schreiben und Malen gefördert, aber vor allem viel Freude verbreitet. Finanziert wurde alles ohne öffentliche Mittel nur durch Spenden und Sponsoring.

Hier habe ich als Beispiel mal eine Geschichte aus Oldenburg aus dem vergangenen Jahr ausgewählt, geschrieben von Laurens:

Die lebendige Haltestelle

Ein Mann ging an einem Montagmorgen zur Arbeit, da hörte er in einer Seitenstraße eine Stimme. „Was mag das wohl sein?“, fragte ers ich. Er sah in die Seitenstraße, und jetzt sah er den Grund. da heulte eine Bushaltestelle.

Der Mann fragte die Haltestelle: „Warum heulst du?“. Die Bushaltestelle sagte: „Ich soll abgerissen werden (schluchz).“ „Aber wenn du reden kannst, kannst du bestimmt auch laufen und klettern, oder?“, fragte der Mann. Er hieß übrigens Herr Eilers. Er sagte zur Haltestelle: „Hau doch ab!“

Plötzlich fuhr die Haltestelle Arme, Beine, besser gesagt Rollen, eine Nase und Augen aus und rief: „Setz dich hin!“. Herr Eilers setzte sich in die Bushaltestelle, und schon rollte sie los. Sie hieß übrigens Dennis.

Da kam das Abrissteam. Die verständigten die Polizei. Dennis brachte Herrn Eilers zur Arbeit und kletterte auf einen Wolkenkratzer. Die Polizei gab auf.

Für das Jahr 2012 sind auch schon alle Geschichten geschrieben und alle Bilder gemalt. In den kommenden Monaten werden nun alle Bücher produziert, und in der Vorweihnachtszeit an die neuen „Ersten“ verschenkt!

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